„Im-Takt Nr. IV“ ist eine fesselnde impressionistische Waldlandschaft, die die Künstlerin Ingrid Berg-Pund in ihrer charakteristischen feinfühligen Darstellungsweise präsentiert. Das Werk zeigt einen ruhigen, meditativen Birkenwald im Querformat und verdeutlicht Berg-Punds Meisterschaft in der Naturmalerei.
Komposition und Struktur
Das Gemälde ist als klassische Waldperspektive komponiert: Der Blick führt durch einen Wald von Birken hindurch in die Tiefe des Waldes. Die weißen Birkenstämme mit ihren charakteristischen schwarzen Markierungen sind zentrale Strukturelemente, die den Raum gliedern und Tiefenwirkung erzeugen.
Die Komposition folgt einem klassischen Aufbau mit mehreren Raumebenen:
- Vordergrund: Nähere Birkenstämme mit klarer Struktur
- Mittelgrund: Waldbestand mit feiner differenzierter Vegetation
- Hintergrund: Lichter, offener Blick in die Ferne
Farbpalette und Atmosphäre
Die Farbgestaltung ist subtil und harmonisch:
- Cremeweiße und gelbliche Töne dominieren das Blattwerk
- Zarte Grünnuancen verleihen dem Wald Tiefe und Naturgetreue
- Rosarote und violette Reflexionen schaffen Farbkomplexität
- Die schwarzen Birkenstämme bilden stark strukturierende Kontraste
- Der Himmel im Hintergrund ist in zartem Blau gehalten
Diese Farbharmonie vermittelt eine ruhige, friedliche Atmosphäre, die fast meditativ wirkt.
Technische Ausführung
Die Öltechnik auf Hartfaserplatte erlaubt der Künstlerin sehr subtile Farbmodellierungen. Die Pinselstriche sind teilweise sichtbar, erzeugen aber eine harmonische, nicht aggressive Oberfläche. Die Hartfaserplatte verleiht dem Werk eine glatte, elegante Oberflächenqualität.
Bildtitel: „Im-Takt“
Der Titel „Im-Takt“ ist aussagekräftig: Er verweist auf den Rhythmus der Natur, auf die harmonische Abfolge der Birkenstämme, auf die Ordnung und den natürlichen Takt der Waldlandschaft. Der Untertitel „Nr. IV“ deutet darauf hin, dass dies Teil einer Serie ist – weitere Werke mit ähnlichem Thema oder Titel existieren.
Künstlerischer Stil
Ingrid Berg-Pund zeigt hier ihren impressionistischen Zugang zur Naturmalerei. Im Gegensatz zu ihren expressionistischen Werken (wie dem „mahan“-Kollaborationswerk) präsentiert sie sich hier als subtile Beobachterin der Natur. Der Fokus liegt auf Stimmung, Licht und Atmosphäre statt auf expressiver Dramatik.
Kultureller Kontext
Birkenwald-Motive haben in der europäischen Kunsttradition eine lange Geschichte – von russischen Künstlern bis zu nordischen Künstlern. Berg-Pund positioniert sich mit diesem Werk in dieser Tradition, interpretiert das Motiv aber mit ihrer eigenen sensiblen Handhaltung neu.




